Micha, halts Maul.

Februar 22, 2008 · 6 Kommentare

Der Mittermeier redet bei und mit SpOn davon, wie politisch seine Stand-Up-Comedy doch sei. Hör mal zu, Alter: Ich hab dich gesehen, G8 so. Du erinnerst dich wahrscheinlich nicht an mich, ich war eines von ca 80.000 leeren, nicht lachenden Gesichtern, als du da rumgehampelt bist. Es war okay, dass Seeed nur 10 Minuten da war. Es war okay, dass ich auf Musik verzichtete und mir stattdessen Matt Damon per Videoschaltung angesehen hab. Und als die süße Nora Tschirner whinerlich die Musik unterbrach, um mir von der Dritten Welt zu erzählen, war das sogar ziemlich okay. War ja der Deal: Ich hör mir euer Geseier an, höre irgendwelche buschtrommelnden Neger Ethnomusik, und dafür seh ich ein paar gute Bands, lasse mich mit Glück sogar von guter Ethnomusik überzeugen.

Aber der Mittermeier war zuviel. Sein „politischer Witz“ war uns zu erzählen, wie hässlich das Merkel sei. Ach nee. Aber, Dude: Ich will nicht Claudia Schiffer, sondern eine fähige Kanzlerin. Darüber hättest ja mal reden können. Über ihre Politik, nicht ihre Mundwinkel. Als Neben-Diss geht sowas ja, aber es war im Grunde dein einziger Punkt. Auf unglaublich tiefem Niveau. Zitat: „Äh… Und die Männer sehen ja auch nicht besser aus! Hier, äh, Schröder und Bush, da wird ja auch keine feucht„, letzteres in genau der Stimmlage, mit der Paul voller Stolz auf seine humoristischen Leistungen in der Grundschule verkündete, dass er in die Sandgrube (Es war ein Sandkasten, aber wir waren Männer, keine Kinder) gekackt hätte. Das Publikum war sichtlich erstaunt, so billig angemacht zu werden, und reagierte mit schweigender Neugier, was der Hampelmann jetzt noch machen würde.

Er hat dann noch Ossi- und Bayernwitze gerissen. Den Pöbel hat er damit letztlich noch zum Lachen gebracht, mich nicht.

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